Mit Kraft aus dem Heck

1964 - 1990

Das Jahr 1964 markiert einen großen Umbruch bei ŠKODA. Mit dem 1000 MB hält nicht nur die selbsttragende Karosserie Einzug in das Modellprogramm der tschechischen Traditionsmarke – nach jahrelangen Versuchen und dem Einsatz von zahlreichen Testwagen wandert auch der Motor ins Heck. Mit der viertürigen Limousine bleibt ŠKODA seiner Linie im Motorsport treu und setzt weiter auf Rallye-Einsätze.

Mit Kraft aus dem Heck

1964 - 1990

Vom Rallyesport wich ŠKODA nur ein Mal ab. Denn der neue Einliter-Motor, der für den 1000MB entwickelt wurde, schien ideal für die Formel Junior. Aber die internationale Rennkategorie für Nachwuchsfahrer wurde ausgerechnet nach der Saison 1963 eingestellt. Ersatz war die neue Formel 3, in die das Auto und der Motor ebenfalls passten. Der in Mladá Boleslav gebaute Monoposto war in den Händen der Werksfahrer sehr erfolgreich. 1968 gewann Miroslav Fousek die osteuropäische Formel-3-Meisterschaft, den Pokal für Frieden und Freundschaft. Am Steuer: Fouseks Teamkollege Jaroslav Bobek.

Mit Kraft aus dem Heck

1964 - 1990

Das Serienmodell 110R liefert die Basis für eines der spektakulärsten Rennfahrzeuge von ŠKODA: den 200 RS. Sein 2,0-Liter-Motor mit obenliegender Nockenwelle leistet 164 PS. Damit beschleunigt der Zweitürer bis auf 210 km/h. Das Getriebe stammt von Porsche. Dank der neuen Längslenker-Hinterachse verfügt der 200 RS über ein hervorragendes Fahrverhalten. Da sich der Prototyp bewährt, fällt in Mladá Boleslav der Entschluss zur Produktion eines sportlichen Modells für den Einsatz im Motorsport, dem 130 RS. Am 200 RS stehen Ing. Jiri Šedivý (vorn) und Jiri Janecek.

Mit Kraft aus dem Heck

1964 - 1990

Der ŠKODA 130 RS entwickelt sich zu einem der erfolgreichsten Motorsportmodelle aus Mladá Boleslav. Der 1,3-Liter-Motor stammt von den drehfreudigen und zuverlässigen Serienaggregaten ab. Merkmale wie Weber-Vergaser zur Gemischaufbereitung, Achtkanal-Zylinderkopf und Trockensumpfschmierung lassen jedoch keine Zweifel an der sportlichen Ausrichtung des 1975 präsentierten Modells auf. Sowohl bei Rallyes als auch auf der Rundstrecke etabliert sich der ŠKODA bis Anfang der 1980er Jahre als feste Größe.

Mit Kraft aus dem Heck

1964 - 1990

Ein weltweit beachteter Erfolg gelingt bei der Rallye Monte Carlo 1977. Václav Blahna und sein Beifahrer Lubislav Hlàvka gewinnen vor ihren Teamkollegen Miroslav Zapadlo/Jiri Motal die Tourenwagen-Kategorie und feiern einen Doppelsieg in der Klasse bis 1.300 ccm. Auch bei den wichtigsten tschechischen Wettbewerben wie der Barum-Rallye , der Bohemia-Rallye oder der Sumava-Rallye ist der 130 RS äußerst erfolgreich. Der krönende Abschluss folgt 1981 auf der Rundstrecke: In der Tourenwagen-Europameisterschaft sichert sich das Werksteam den Sieg in der Markenwertung.