Wettbewerbe 1935 - 1937

Rallye Monte Carlo

Die Rallye Monte Carlo erreichte in den 1930er Jahren immer größere Beliebtheit. So entschied sich auch ŠKODA zum Start. Als Modell wurde der Bestseller Popular ausgewählt. Ingenieur Jaroslav Hausman und Rennfahrer Zdenek Pohl rüsteten den Roadster allerdings noch um. Den 1,4 Liter-Vierzylindermotor entnehmen sie dem ŠKODA Rapid. Außerdem verwendeten sie eine hydraulische Bremsanlage. Das Team kam ohne Strafpunkte bis nach Monaco. Nach der Abschlussprüfung im Hafengelände von Monte Carlo konnten Pohl und Hausman den zweiten Platz in der Klasse bis 1,5 Liter Hubraum feiern.

Wettbewerbe 1935 - 1937

Rallye Monte Carlo

Der Erfolg wurde in der tschechischen Heimat wie ein Sieg gefeiert. Als Ausdruck des Jubels legt ŠKODA eine Sonderserie Popular Sport Monte Carlo auf. Wie der Rallyewagen ist das exklusive Serienmodell mit dem 1,4-Liter-Motor ausgestattet. Dank des geringen Gewichts verhilft der Motor dem kleinen Sportwagen zu sehr guten Fahrleistungen. Atemberaubend schön ist die geschwungene Karosserieform ganz im Stil der Zeit. Einer dieser insgesamt nur 72 Mal gebauten Sportwagen gehört zu den fahrbereiten Ausstellungsstücken des ŠKODA Museums in Mladá Boleslav.

Wettbewerbe 1935 - 1937

Zuverlässigkeitsfahrten

Der Popular war ein kleines Meisterwerk der ŠKODA Ingenieure. Dank Zentralrohrrahmen mit darin verlaufender Antriebswelle und Transaxlegetriebe war er gewichtssparend und kompakt und bot ein hervorragendes Preis-Wert-Verhältnis. Er genügte höchsten Ansprüchen an die Zuverlässigkeit. Dr. Zbislav Peters, ein beliebter Eishockeyspieler, und sieben Fahrer unterstreichen das mit ihrer Fahrt von Prag nach Kalkutta und zurück. Lediglich mit einigen Umbauten versehen überstehen alle sonst serienmäßigen Popular die Tortur über fast 15.000 Kilometer.

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Rallye Monte Carlo 1937

Beflügelt vom großen Erfolg mit dem Popular 1936 planten Zdenek Pohl und Jaroslav Hausman gleich den Einsatz in Monte Carlo. Dabei setzten sie auf das Modell Rapid, das serienmäßig mit dem 31 PS starken 1,4 Liter Motor ausgerüstet war. Als Startort wählte das ŠKODA Team Palermo. Hinter dem Grand-Prix-Piloten Luigi Villoresi und dem späteren Sieger Maurice Gatsonides erreichten sie den dritten Platz in der Klasse bis 1,5 Liter Hubraum. Sie mussten sich letztlich mit dem vierten Rang zufrieden geben, da ihr Rückspiegel 4 qcm zu klein war. Dennoch war der Empfang in der Heimat so überschwänglich wie im Jahr zuvor.

Wettbewerbe 1935 - 1937

1000 Meilen der Tschechoslowakei

Von 1933 bis 1935 wurde drei Mal ein 1000-Meilen-Rennen in der Tschechoslowakei ausgetragen. Vorbild war natürlich die Mille Miglia in Italien. In der Heimat von ŠKODA führte die Strecke von Prag nach Bratislava und zurück. Die Autos aus Mladá Boleslav waren auf Spitzenplätze abonniert. Für das prestigeträchtige Rennen baute ŠKODA sogar eigens vier Spezialrennwagen. Die Rapid Six waren mit einem 50 PS starken Zweiliter-Reihenmotor ausgestattet und erreichten eine Geschwindigkeit von über 130 km/h. Das Team Komár/Houst fuhr damit auf den fünften Platz vor.