ŠKODA 1000 MB

Innovative Heckpower

Der ŠKODA 1000MB ist ein Meilenstein in der Modellgeschichte. Der geräumige Viertürer ist das erste Auto aus Mladá Boleslav mit selbsttragender Karosserie. “Nach dem Verbrennungsrauminhalt zählt der ŠKODA 1000MB zu den “Kleinwagen”, in seinem Komfort und der Leistung jedoch reicht er an einen Mittelklassewagen heran”, urteilte “Die Zeit”. Die wirtschaftliche Limousine kam auch im Ausland sehr gut an. Exporte gingen bis nach Australien oder Neuseeland. Insgesamt wurden rund 444.000 Autos der MB Baureihe hergestellt.

ŠKODA 1000 MB

ŠKODA 1000 MB

Man zählte den ŠKODA 1000 MB zu den besten der Einliter-Klasse. Motorblock und Zylinderkopf wurden in Aluminium-Druckguss hergestellt. Neben dem Motor überzeugten beim neuen ŠKODA das sehr gute Fahrwerk, seine große Zuverlässigkeit und seinen günstigen Preis. In West-Deutschland kostete der ŠKODA 1000MB 4.780 Mark. “Für den Preis erhält der Käufer - das ist einmalig - ein Auto mit vier Türen und “Schlafsitzen””, so “Die Zeit” vom 25.11.1966. “Dazu kommt der außergewöhnlich geringe Benzinverbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern.”

ŠKODA 1000 MB

ŠKODA 1000 MB

Das mit dem ŠKODA 1000MB eingeführte Heckmotorkonzept hatte insgesamt bis ins jahr 1990 Bestand. Es wurden über 3,5 Millionen Autos mit diesem Konzept gebaut.

ŠKODA 1000 MB

ŠKODA 1000 MBX

1966 entstand die Limousine 1000MBG und der zweitürige 1000 MBX. Beide besaßen zwar den gleichen Motor wie der 1000MB, allerdings mit höherer Kompression und zwei Vergasern, die die Motorleistung auf 52 PS steigerte.

ŠKODA 1000 MB

ŠKODA 1000 MBX

Ab Mitte der 60er Jahre wurde die Entwicklung von zwei neuen Modellen mit Frontmotor und Heckantrieb gestartet: Eines war unterhalb des 1000MB angesiedelt, eines oberhalb mit einem 1,5 Liter Motor. Die Karosseriestudien verfügten sowohl über Stufenheck als auch über Fließheck. Auch der neue italienische Designer Giorgio Giugiaro entwarf eine Studie (1971). Serienreife erlangte aber keine der Studien.